Sa. 21. Jun. 2014 ab 14 Uhr
Romafestival
Artists: Live: Sukar, Vera Bila & Kale, Blood or Whiskey, Barb Wire Dolls, The Goodbye Johnnys, Gurus Of Now & Chris More, The Senils, I-Punkt / DJs: Tony Tanzbein, Otto Von Ohr Rockgitanio, Chris-More
Musikstil: Gipsy Music
Veranstalter: Skullhead-Management & Soundmanöver
Facebook: Leute einladen
Preis: CHF 25.-

POLIT-FORUM: 14H – 17H: ROMAKUNST DARBIETUNG
AB 18H BAND & DJS
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Erstes Internationales Romafestival in Zürich

Am 20. und 21. Juni findet in Zürich das erste Internationale Romafestival in der Schweiz statt. Mit Konzerten, einer riesenhaften Fotoausstellung über das Freskendorf Bódvalenke und einer Podiumsdiskussion mit Gästen aus verschiedenen Ländern soll ein Zeichen gesetzt werden: Ein Zeichen der Solidarität mit den noch
immer in grossen Teilen Europas verfolgten Roma und gegen den auch in der Schweiz existierenden Rassismus.

In den vergangenen Jahren wurde in vielen Ländern Europas eine grosse Zahl an Gesetzen und Verfügungen gegen Roma erlassen: In Frankreich kam es zu Zwangsausschaffungen von rumänischen Roma und in zahlreichen Kantonen und Städten der Schweiz wurden Bettelverbote verhängt. In Italien kam es zu pogromartigen Verfolgungen und in Ungarn sogar zu offener Gewalt mit Todesfolgen. Roma, Sinti und Jenischen weht in weiten Teilen Europas ein erstarkter rassistischer Wind der Diskriminierung entgegen - Millionen werden noch immer als “Zigeuner“ verfemt. Dieses Etikett bedeutet für die betroffenen Minderheiten mehr als „nur“ ein Leben in Stigmatisierung. Vielmehr hängt damit auch eine Realität der konsequenten sozialen Benachteiligung zusammen. In praktisch allen europäischen Ländern verfügen Roma über einen schlechteren Zugang zu Bildung, zur Gesundheitsversorgung, zum Arbeitsmarkt und haben eine höhere Kindersterblichkeitsrate und eine kürzere Lebenserwartung als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Auch in kultureller Hinsicht existiert noch immer eine tief greifende Stigmatisierung. Das Zerrbild der verwahrlosten und bettelnden Roma, welche in ganzen „Horden“ migrieren würden, wurde in den letzten Jahren medial weiter aufgebauscht und zementiert.

Das Romafestival in Zürich will eine Plattform bieten, um im Rahmen der Podiumsdiskussion gemeinsam mit Roma und nicht-Roma Expert_innen die jüngsten Entwicklungen in Europa zu diskutieren und Perspektiven zu entwickeln. Die Rolle der anwesenden Künstler_innen ist bedeutungsvoll. Mit ihrer Kreativität, ihrem originellen Schaffen sowie den Benefizkonzerten möchten sie Politiker/innen aufzeigen, wie man aus Europa ein Haus für alle Menschen macht.

POLIT-FORUM: 14H – 17H:
- ROMAKUNST DARBIETUNG: RJS art Kollektiv Zürich
- Dr. Historiker Thomas Huonker, Schweiz,
- Agnès Daróczi, writer, reseacher Roma Holocaust, Roma Aktivistin, Ungarn
- Omar Bhatia, painter, Roma rights activist, UK
- Kujtim Pacaku, Schriftsteller, Dichter, Musikologe, Kosovo
- Eszter Pásztor, Manager Bódvalenke Fresco Village, Ungarn
- Els de Groen, Schriftstellerin, World Artists Initiative "Khetanes", Holland
- Luzian Ochsner, Historiker Schweiz, Moderator Podiumsgespräch

- SUKAR (Slowenien, GYPSYBAND)
- Vera Bila & Kale (Tschechien, ROMANI FOLK & POP)
- BLOOD OR WHISKEY (Irland, CELTIC-PUNK)
- BARB WIRE DOLLS (Vereinigten Staaten, PUNK)
- THE GOODBYE JOHNNYS (Schweiz, PUNKROCK)
- GURUS OF NOW and special support CHRIS MORE (SKULLHEAD)
- THE SENILS (Schweiz, PUNK)
- i-punkt, (Schweiz, GAGA-SKA)

 

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